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Lloret de Mar

und Spanien

Die spanische Küche

einige Rezepte, die ich zum Teil auch schon selbst nachgekocht habe

 

Die spanische Küche hat eine jahrhundertalte Tradition und ist sehr vielfältig, bedingt dadurch, das jede Region ihre eigenen speziellen Rezepte hat. Dazu zählen sowohl die jedem Spanieninteressierten bekannten Speisen, aber auch sehr schmackhafte, unbekannte Köstlichkeiten. Einige dieser Rezepte werde ich nachfolgend aufführen, und, soweit bekannt auch eine kurze Erklärung zur Herkunft geben.

 

Sollte jemand ein aussergewöhnliches Rezept kennen, bitte zur Veröffentlichung zusenden unter:

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Die berühmte spanische Paella

Ursprünglich war die Paella in Spanien ein Essen der armen Leute. Da wurden alle übriggebliebenen Speisereste zusammengekocht, und so ergaben sich sehr preiswert mehrere Mahlzeiten. Heutzutage ist die Pealla eine in Restaurants nicht gerade preisgünstige, spanische Spezialität, von der es sehr viele veschiedene Variationen gibt. Gerade aus diesem Grund ergeben sich hierbei auch ungeahnte Möglichkeiten für experimentierfreudige Hobbyköche. Die Menge und Art der Zutaten darf dabei durchaus variieren. Die geschmacklich unabdingbaren Zutaten habe ich in der Liste rot markiert.

 

Zubereitung für 6 Personen:

450 g Risotto-Reis

6 EL Olivenöl

2-3 gehackte Knoblauchzehen

2 gehackte Zwiebeln

1000 ml Fischfond

150 ml herber Weisswein

300 gr. grosse rohe Garnelen ohne Schale

150 gr. gepulte Krabben

300 gr. Miesmuscheln

1 kleines Huhn

150 gr. frischen roten Paprika

100 gr. vorgekochte grüne Bohnen (oder aus der Dose)

Salz

Pfeffer

Paprika

0,3 gr. gemahlenen Safran

1 Prise Cayennepfeffer

1 Prise Hühnerbouillion

 

Zur Zubereitung benötigen Sie eine höherwandige Pfanne mit mind. 35 cm Durchmesser, sowie eine zweite Pfanne zum anbraten des Hühnerfleisches und der Meeresfrüchte. In der hohen Pfanne die Zwiebeln und den Knoblauch mit 3 EL Olivenöl anbraten. Den Reis hinzugeben und einige Minuten mit anbraten. 300 ml Fischfond,Safran, Paprikapulver und die frischen Paprika hinzugeben, aufkochen und dann rund 30-35 Min. auf kleiner Flamme köcheln lassen.

In der zweiten Pfanne mit 3 EL Olivenöl die Garnelen und Krabben ca. 3 Min. anbraten und dann beiseitelegen. Das Huhn in kleine Portionen zerteilen, mit Salz, Pfeffer, Paprika und Cayennepfeffer abwürzen und 15 Minuten von allen Seiten anbraten.

Wenn die Flüssigkeit in der Reispfanne annähernd verkocht ist, nochmals 300 ml Fischfond, sowie die Meeresfrüchte und die Bohnen untermischen.

Wieder ganz kurz aufkochen lassen und dann auf ganz kleiner Flamme schmoren, bis die Flüssigkeit fast vollständig verkocht ist. Den Rest des Fischfond´s zusammen mit dem Hühnerfleisch hinzufügen und wiederum die Flüssigkeit ganz ganz langsam verköcheln lassen. Zum Schluss die Pfanne mit einem möglichst dicht schließenden Deckel (oder mit Alu-Folie abgedichtet) für 15 Minuten zur Seite stellen, damit sich der Geschmack des Gerichtes voll entfalten kann.

Als Beilage zu diesem Gericht bevorzuge ich persönlich frisches Stangenweissbrot mit Alloli, der spanischen Knoblauchmayonaise, sowie einen leckeren Rotwein aus der Rioja-Gegend.

 

 

 

Tortilla española

Ursprünglich stammt die Tortilla, das spanische Omelette, aus den Regionen Madrid und Extramedura, doch fehlt sie heutzutage in keiner Bar und keinem Restaurant. Es ist ein multifunktionales Gericht welches in sehr vielen Variationen zubereitet werden kann. Sie dient als Vorspeise, als Hauptgericht, als kleiner Happen zwischendurch und sehr beliebt als Tapa zwischen den Getränken. In diesem Rezept beschreibe ich die Zubereitung der ursprünglichen Kartoffel-Tortilla, wobei man statt der Kartoffel auch beliebig andere Zutaten verwenden kann. Oder einfach nur der Kartoffel-Tortilla andere Zutaten hinzufügen. Bei diesem Gericht ist alles erlaubt, was schmeckt. Und sie schmeckt mit fast allem.

 

Zubereitung für 4 Personen

 

7 frische Eier

1 Pfund festkochende Kartoffel

ca. 150 ml Olivenöl

Salz

Pfeffer

2 EL Kondensmilch oder Sahne

Ursprünglich werden die Kartoffel geschält und langsam in Olivenöl gegart, aber nicht gebraten. Dazu gehört ständiges wenden, damit die Kartoffel nicht bräunen. Ich bevorzuge daher die "Pellkartoffelmethode" weil dies einfacher ist, der Kartoffelgeschmack intensiver und die Tortilla dadurch vitaminreicher.

Die Kartoffel abwaschen mit Salz und ca. 50 ml Olivenöl im Kochwasser als Pellkartoffel zubereiten. Danach abpellen und würfeln. Die Eier in einer Schüssel unter Zugabe der Kondensmilch/Sahne aufschlagen, und die gewürfelten Kartoffel hinzugeben. In einer Pfanne mit max. 25 cm Durchmesser 100 ml Olivenöl erhitzen und die Mischung hinzugeben. Die Tortilla bei kleiner Temperatur in der Pfanne stocken lassen bis die Oberfläche fest wird. Während dieser Zeit die Tortilla mit einem Pfannenwender vom Rand der Pfanne lösen und die Pfanne ab und zu hin- und herschwenken, damit die Tortilla nicht ansetzt. Und nun zum Wenden. Versucht nicht den "Chefkochpfannekuchenhandgelenkwurf" denn dann habt ihr keine Tortilla mehr, sondern Rührei oder Bauerfrühstück. Ich habe schon viele Tortillas gemacht und bis jetzt hat´s noch nicht geklappt.

Eine grössere Küchenplatte auf die Pfanne legen und dann die Pfanne wenden, so das die Tortilla mit der gebräunten Seite nach oben auf der Platte liegt. Noch etwas Olivenöl in der Pfanne erhitzen, die Tortilla von der Platte in die Pfanne gleiten lassen und noch 2 Min. nachgaren.

Guten Appetit

Die Tortilla, welche man warm und kalt verzehren kann passt zu allen kalten Getränken, bzw. alle kalten Getränke passen zur Tortilla.

 

 

 

 

Merluza con verduras

Das ist frisches Seehechtfilet an frisch zubereitetem Gemüse.

Zubereitung für 4 Personen

 

ca. 1 Kg Seehechtfilet

Olivenöl

2 gehackte Zwiebeln

3 gehackte Knoblauchzehen

Paniermehl

300 ml Fischfond

1 kleine Dose Erbsen

1 kleines Glas Spargelspitzen

2 frische rote Paprika

1 Ei

1 kleine Dose geschnittene Champignons

Salz

Pfeffer

Paprikapulver

 

Die Paprika putzen und in kleine Streifen schneiden. Das Olivenöl in eine grosse Pfanne geben, und die feingehackten Zwiebeln mit dem Knoblauch, den Erbsen, Spargelspitzen, Paprika und Champignons hinzugeben und unter ständigem wenden anschmoren. In der Zwischenzeit die Fischfilets panieren und in seperater Pfanne braten.

Der Gemüsepfanne den Fischfond hinzugeben und mit Salz Pfeffer und Paprika abschmecken. Solange auf kleiner Flamme köcheln, bis die Flüssigkeit fast komplett verkocht ist. Den Fisch mit dem Gemüse auf flachen Tellern anrichten und servieren. Dazu reicht man frisches Weissbrot mit Allioli und einen leicht herben Weisswein, wahlweise einen leichten Rosado.

 

 

 

 

 

Fischsuppe nach Baskenart

Wer gerne spanisch isst, darf auf gar keinen Fall Rezepte aus dem Baskenland vernachlässigen. Diese Küche ist eine sehr eigenwillige jedoch äußerst schmackhafte. Wer bislang gesagt hat: "Fischsuppe esse ich nicht", der sollte einmal dieses Gericht probieren !

 

Zubereitung für 6 Personen

 

350 gr. heller Thunfisch

250 gr. Makrelenfilets

2 mittlere Zwiebeln

2 Knoblauchzehen

6 EL Olivenöl

Salz,Pfeffer,Paprika,Cayennepfeffer

Tabasco

3 frische rote Paprika

4 frische Tomaten

600 gr. Kartoffel

 

Das Öl in einer hochwandigen Pfanne erhitzen, die kleingehackten Zwiebeln und den gehackten Knoblauch hierin andünsten.

Den Fisch in mundgerechte Stücke schneiden und nach Geschmack mehr oder weniger scharf anwürzen. Die Zwiebeln in der Pfanne an den Rand schieben und die Fischstücke hierin anbraten. In der Zeit Paprika, Tomaten und Kartoffeln klein würfeln. Die Paprika und Tomaten dem Fisch hinzufügen und ca. 5 Minuten auf kleiner Flamme mitschmoren. Dann die Kartoffeln beigeben und mit Wasser ablöschen, so das alles komplett bedeckt ist. Ca. 15 Minuten auf mittlerer Flamme köcheln lassen, dann nochmals abschmecken. Danach weitere 10-15 Minuten auf kleiner Flamme kochen. Das Gericht ist fertig, wenn die Kartoffeln gar sind.

Serviert wird üblicherweise in etwas grösseren Suppentassen. Dazu reicht man frisches Stangenweißbrot und einen kräftigen Weisswein (Navarra)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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